5 Kriterien auf die man beim Kauf eines Mähroboters achten sollte

Nachdem sich autonome Rasenmäher, also eigenständig fahrende Rasenmäher Roboter zum Beispiel auf Golf- oder Fußballfeldern bewährt haben, halten sie nun auch Einzug auf dem heimischen Grün. Ob Garten mit wenigen hundert Quadratmetern oder üppiges Anwesen mit mehreren Tausend, Rasenroboter können viel Arbeit abnehmen. Aber es kommt auf das richtige Modell an, das ihren Ansprüchen am besten genügt.  

Alle eint, dass der Rasen durch permanentes zurückschneiden gepflegter wirkt. Auf dem Markt sind derzeit ausschließlich Geräte zu finden, die das Schnittgut auf dem Rasen liegen lassen. Trotzdem kann der Rechen im Schuppen bleiben, denn bei regelmäßigem Einsatz des Mähroboters, sogenanntem “permanenten Schnitt”, fallen nur Grasspitzen auf den Boden. Diese verrotten dort schnell und düngen so das Grün. Rasenroboter bekommen Sie in ganz verschiedenen Ausführungen.

Rasenfläche

Sie sollten sich nicht nur die Mähroboter genauer anschauen, sondern zunächst vor allem deren künftigen Einsatzort: Ihren Garten. Mähroboter sind so gebaut, dass sie jeweils für eine bestimmte Flächengröße optimiert sind. Das können wenige Hundert Quadratmeter oder Tausende sein. Messen Sie also noch mal Ihre Rasenfläche aus.

Es kommt allerdings nicht nur auf die Flächengröße an. Das Areal sollte für die automatischen Rasenspezialisten natürlich gut befahrbar sein. Das heißt zum einen: Große Löcher im Boden, große Unebenheiten und andere Hindernisse sollten Sie entfernen. Wie auch beim normalen Rasenmäher sollten keine großen Steine, Gartenabfälle oder andere Objekte im Weg liegen. Leichte Steigungen hingegen sind für die Rasenmäher Roboter allerdings nicht unbedingt ein Hindernis. Prüfen Sie wie die Neigung in ihrem Garten ausfällt und verschaffen Sie sich einen Überblick über das Terrain. Manche Modelle bezwingen mittlerweile selbst Steigungen und Gefälle von um die 40 Grad.

Funktionsweise

Neuere Mähroboter orientieren sich anhand von GPS, und speichert bei jeder Tour eine Karte vom Gelände. Die älteren orientieren sich klassischerweise per Funkverbindung zur Basis und fahren entsprechend dem programmierten Algorithmus ‘per Zufallsprinzip’ durch das Areal. Das klingt zunächst chaotisch, ist allerdings wirksam und sorgt bei häufigeren Fahrten ebenfalls für ein ebenmäßiges Schnittergebnis.

Die flachen Rasenmäher Roboter haben eine Lade- und Basisstation, um Energie aufzutanken und dann wieder selbstständig zum Rasenmähen aus zu rücken. Die Tageszeiten kann man ihnen in der Regel frei einprogrammieren und so entscheiden, wann sie ihr Werk beginnen. Dafür brauchen diese Geräte die entsprechenden Technik-Komponenten:

Einen portablen Energiespeicher, Akku, braucht jedes Gerät. Die Rasenmäher Roboter haben mindestens zwei, oft drei, elektrische Motoren, mindestens einen für den Antrieb für die Fortbewegung auf Rädern und einen für die Bewegung der Klingen, die die einzelnen Grashalme stutzen.

Auch eine weitere Komponente ist derzeit noch Standard. Denn die Mähroboter kennen zwar ihr Zuhause, an dem sie wieder auftanken, allerdings nicht ihre Grenzen. Diese muss ihnen jeder Nutzer zuerst aufzeigen, mit einer sogenannten Induktionsschleife. Dieser dünne Draht, durch den ein schwacher elektrischer Strom fließt, markiert die Grenze, bis zu der er mähen soll. So schafft man eine Grenze, die die Sensoren des Roboters erfassen und den kleinen Helfer stoppen lassen, bevor er sich etwa an den Geranien vergeht oder sich selbst in den Gartenteich manövriert. Die Induktionsschleife wird je nach Modell wenige Zentimeter unter der Grasnarbe oder oberirdisch verlegt, in ausreichendem Abstand zu Blumenbeeten und Co.. In vielen Fällen muss man keinen Kundendienst bemühen und kann das Kabel kurzerhand selbst auslegen, was je nach Areal schon ein paar Stunden dauern kann. Diese Arbeit müssen Sie allerdings nur einmal verrichten, danach ist der Mäherrobo dran.

Auch weitere Sensoren haben manche Mähroboter mit an Bord, um festzustellen, ob es regnet und Zeit wird wieder trockenen Rades zur Basis zurückzurollen. Manche Modelle sind hingegen auch regenfest.

Sicherheit

Nur mithilfe der Sensoren können die kleinen Gartenhelfer sicher ihren Dienst tun. Die Sicherheit wird mit der verbauten Technik ständig weiterentwickelt. Eingebaut sind standardmäßig Stoßsensoren, die erfassen, ob Hindernisse im Weg sind, seien es Menschen, Tiere oder einfach eine besondere Bodendeckerpflanze. Sobald die Sensoren eine solche Barriere erfassen, stoppt der Mähroboter oder kehrt um. Auch wenn man das Gerät auf den ‘Rücken’ dreht, sodass die Klingen nach oben zeigen, sollte das Mähwerk anhalten und so Schaden oder Verletzungen vermeiden. Diese Sicherheitsautomatik ist bei allen Geräten vorhanden, allerdings mitunter verschieden präzise.

Neben Stoßsensoren und der Stoppautomatik gibt es auch weitere technische Sicherheitsfunktionen, die sich am Markt bislang noch nicht als neue Standards durchsetzen konnten: Etwa ein Anhänger für Mensch und Tier, der den Mähroboter per Funksignal stoppen lässt, wenn er in Reichweite kommt.

Energiequelle

Ohne Power kein gemähter Rasen. Mit einem Stromkabel wäre das autonome Mähen schnell beendet. Daher versorgen sich die Rasenroboter selbst aus ihren Akkus, die an der Basis elektrische Energie speichern und so größtmögliche Mobilität bieten. Doch auch hier steckt der Unterschied im Detail. Drei gängige Akkutypen lassen sich unterscheiden, die in der Regel ersetzt werden können:

  • Nickel-Metallhybrid-Akkus (NiMH). Ladezeit: Je nach Modell über 10 Stunden. Vorteil: NiMH-Akkus sind recht leicht. Manche Modelle arbeiten zusätzlich mit Solarzellen, auch Solar-Hybride genannt, und verbrauchen so weniger Energie. Nachteil: NiMH-Akkus nehmen Schaden, wenn sie zu lange geladen werden. Überladung. Ihre Lebenszeit sinkt dann deutlich schneller als bei anderen Akku-Typen.
  • Lithium-Ionen-Akkus. Ladezeit: Je nach Modell 5 Stunden. Vorteil: Sie sind robust gegen Überladung, entwickeln weniger Wärme und Lithium-Ionen-Akkus haben eine längere Lebenszeit. Ohne Memory-Effekt kann der Mähroboter getrost auch mal ohne vollständige Ladung auf das Grün geschickt werden. Nachteil: Der Austausch von defekten Lithiom-Ionen-Akkus ist kostspieliger als bei den anderen Energieträgern. Diese Rasenroboter müssen dann seltener ‘auftanken’ und sparen so auf die Dauer einige Ladegänge und Akkulebenszeit.
  • Blei-Gel-Akkus. Ladezeit: Je nach Modell bis zu 20 Stunden. Vorteil: Günstiges Verhältnis von Lebenszeit und Kosten für den Austausch.  Nachteil: Blei-Gel-Akkus sind oft deutlich schwerer als die Alternativen und haben eine deutlich höhere Ladezeit.

Mähwerk

Auch wenn sich im Internet Videos verbreiten, in denen Katzen sich mit den Mährobotern herumchauffieren lassen oder ähnlicher Schabernack getrieben wird – Ein Robomäher soll mähen. Dafür braucht er ein Mähwerk, das mit scharfen Klingen ausgerüstet ist, die vom Elektromotor angetrieben werden. Zwei Varianten haben sich etabliert:

  • Der erste Typus, den man vor allem in den ersten Modellen von Rasenmäher Robotern findet, verfügt über ein Mähkreuz, das ähnlich den klassischen Rasenmäher 2 oder mehr klingen trägt, die durch Rotation den Rasen stutzen.
  • Ein weiterer Typus, der in Rasenrobotern verbaut wird, verfügt über mehrere kleinere Klingen, die Halm für Halm stutzen.

Beide Modelle tun ihren Dienst. Letztere haben sich allerdings in diversen Tests als günstiger erwiesen. Während viele Mähkreuze eine lange Lebensdauer besitzen, aber nach und nach immer weniger scharf werden und so den Rasen unter Umständen eher rupfen und in Mitleidenschaft ziehen, punkten hier die kleineren Klingen, die schneller ersetzt werden müssen. Sie können allerdings leicht und günstig ausgetauscht werden, um weiterhin ein gutes Schnittbild zu bekommen. Wofür Sie sich auch entschieden, regelmäßig warten sollten Sie Ihren Mähroboter, damit Sie ihm möglichst lange beim Arbeiten zuschauen können.